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Hundeausbildung (Grundregeln)
Sozialisierung
Welpenspiel
Begegnung mit Artgenossen
Für die Sozialisierung ihres Hundes ist es sehr zu empfehlen, bereits im Welpenalter ständigen Kontakt mit Artgenossen zu gewährleisten, da ihr Hund es sonst verlernt, wie er sich bei einer Begegnung mit Artgenossen zu verhalten hat. Zu diesem Zweck werden immer mehr Welpenspielstunden angeboten, in denen die Hunde lernen, mit gleichaltrigen, aber auch mit älteren Artgenossen , ob groß oder klein auszukommen, d.h. zu spielen, sich unterzuordnen, sich einzuordnen oder sich überzuordnen, sich zu wehren oder ihren "Biss" zu kontrollieren.
Kommen Hunde in die Geschlechtsreife, entwickelt sich allzugern der Drang, seine Stärke mit anderen Artgenossen (aber auch innerhalb seiner Familie) zu messen. Auch in dieser Zeit ist es angebracht, Junghundstunden zu besuchen. Damit ersparen Sie sich und dem Hund unnötigen Ärger, der beim Zusammentreffen mit anderen Hunden (wenn es nicht geübt wurde) sich ergeben könnte. Auch im späteren Alter ist ein ständiger Kontakt mit Artgenossen aus den genannten Gründen sehr wichtig, denn Sozialverhalten mit Artgenossen gerät sonst wieder in Vergessenheit. Sie sollten ihm diese Kontakte ermöglichen, so oft es geht. Beachten Sie dabei allerdings ein paar Grundregeln:
- Begegnen sich fremde Hunde, die einigermaßen normal veranlagt sind, ist es am besten, sie laufen frei. So können sie sich beschnuppern und kennen lernen. Daraus entwickelt sich dann entweder ein Spiel oder ein jeder geht seines Weges.
- Sind sich Hunde unsympathisch oder entwickelt sich die Situation nicht friedlich, gehen Sie und der andere Hundebesitzer in entgegengesetzte Richtungen weiter und rufen die Hunde.
- Entwickelt sich eine Rauferei, greifen Sie nie in das kämpfende Knäuel! Wenn Menschen sich in einen Hundekampf einmischen und dabei verletzt werden, geschieht das meist nicht aus Versehen, sondern von einem der beteiligten Hunde durchaus absichtlich.
Angst vor Schmerz und Verletzung übt bei einer Auseinandersetzung gleich großer und gleich starker Hunde eine hemmende Wirkung aus und verhindert in der Regel, dass es zu einem ernsthaften Kampf kommt. Es handelt sich in den allermeisten Fällen nur um laute und spektakuläre Schaukämpfe ohne festes Zubeißen, bei denen Verletzungen selten sind. Normal veranlagte Hunde trennen sich nach kurzer Zeit von selbst. Wenn nicht, können beide Hundebesitzer versuchen, ihre Hunde gleichzeitig an den Hinterbeinen zu erwischen und so zu trennen. Aus einem Schaukampf wird sich nur dann eine ernsthafte Auseinandersetzung entwickeln, wenn einer der Hunde in die Enge getrieben wird und sich nur durch intensives Abwehrbeißen zu helfen weiß. Ein wirklicher Ernstkampf ist lautlos. Er wird niemals durch beschwichtigendes Verhalten (z. B. auf den Rücken drehen) beendet, sondern nur durch Flucht des Verlierers oder durch gegenseitige Erschöpfung.
- Es ist meist ungünstig, wenn bei Begegnungen ein Hund angeleint ist und einer nicht. Leinen Sie ihren Hund an, wenn ihnen ein angeleinter Hund entgegenkommt.
- Lassen Sie grundsätzlich angeleinte Hunde sich bei einer Begegnung nicht zu nahe kommen. Besonders Rüden fühlen sich an der Leine oft stark. Zudem könnten sich die Hunde beim Spielen mit den Leinen verheddern, was zu einer Rauferei führen könnte.
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